Die zweifellos beste Gewohnheit, die ich mir in den letzten 5 Jahren angeeignet habe, ist meine regelmäßige Meditation.

Und damit mein ich nicht 2 mal die Woche für ein paar Minuten still sitzen. Nein, damit meine ich: Jeden einzelnen Tag, direkt nach dem Aufstehen für mindestens 15 Minuten in die Stille gehen um zuzuhören.

Momentan sind es bei mir täglich 30 und am Wochenende 45 Minuten bzw auch eine extra Abendmeditation. Sehr oft mache ich 40 Tage Affirmationen, arbeite mit Manifestation, dynamischer Osho Meditation (man muss nicht immer nur still sitzen) oder einfach nur mit dem Kultivieren von Liebe und Achtsamkeit in Gedanken und Körper. “Das schaff ich NIE”, denkst du dir? Da bist du nicht alleine!  Vor 5 Jahren hab ich mir nicht mal vorstellen können 5 MINUTEN still zu sitzen ohne mich zu bewegen.

 

“Ich bin frei, das Leben zu lieben und zu genießen. Ich bin die schöpferische Kraft in meiner Welt.”

“Ich bin frei, das Leben zu lieben und zu genießen. Ich bin die schöpferische Kraft in meiner Welt.”

Meditation ist ein Teil des Yoga und wird sehr oft unterschätzt, gar nicht praktiziert bzw ist “zu wenig Zeit” dafür in einer Yogastunde. Weil man ja keine Zeit verschwenden und gleich mit den Yogapositionen beginnen möchte. Genau das ist der Punkt. Wir haben alle andauernd zu wenig Zeit. Immer im Stress. Und sind oft sogar nocht stolz darüber. Sogar Freizeitstress wird mittlerweile als anerkanntes Word in der deutschen Sprache verwendet. Multi-tasking ist eine super Eigenschaft bei jedem Bewerbungssprechen, in Wahrheit ist dieser saure Cocktail aus Stress, Multi-Tasking, wenig Schlaf & Bewegung, und unregelmäßigem Essen pures Gift und raubt uns täglich Lebenszeit und -qualität!

Was hat es mit Meditation nun wirklich auf sich? 

Meditation ist ein Oberbegriff für zahlreiche und auch ganz unterschiedliche Methoden der Geistesschulung. Lange wurde der Begriff nur in der Religion und Esoterik eingesetzt, aus yogischer Sicht ist Meditation das oberste zu erreichende Ziel. So bereitet traditionell eine regelmäßige Praxis von Yoga-Asanas (Positionen) den Körper auf langes, schmerzfreies Sitzen vor. In dieser Stille, wenn alle Sinne nach innen gerichtet sind, Emotionen nicht mehr bewertet und be- oder verurteilt werden, kann eine Auflösung jeder Dualität, und somit die Befreiung vom Selbst (= EGO) statt finden.

In der Praxis verwendet man heute Meditation z.B.: auch als Mentaltraining um Selbstwahrnehmung und Selbstregulation zu verbessern oder als Therapie bei Behandlung von körperlichen und psychischen Krankheiten. In der Forschung wird ein großer Schwerpunkt auf die Regulation von Emotionen gesetzt. So ist nachgewiesen, dass durch die Einübung von Achtsamkeit der Umgang mit Schmerzen, Ängsten, Depressionen oder Süchten günstig beeinflusst werden kann. Weiters wurde festgestellt, dass durch Meditation positive Emotionen wie Mitgefühl und liebevolle Güte kultiviert werden können.* Wir können den Körper also mit Hilfe von Meditation umprogrammieren. Diese Möglichkeit, das Nervensystem durch Training zu verändern, um so Verhaltensänderungen zu bewirken, ist für das Verständnis der Wirkungen von Meditation grundlegend.

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Und wie fange ich am Besten an?

Das allerwichtigste ist die Regelmäßigkeit! Du musst die jeden Morgen die Zeit in Ruhe SCHENKEN um diese Sadhana Praxis (yogische Disziplin) aufzubauen. Und auch wenn du einmal wirklich nicht kannst, vergisst etc., dich nicht ärgern, sondern einfach am nächsten Tag wieder damit beginnen. Einfach wieder anfangen. 

Vorgehensweise:

Stufe 1. / Woche 1

Sitze jeden Tag für 7 Minuten in Stille.

  • Nimm eine bequeme Sitzhaltung ein. (Du kannst auf eine Decke, Polster, Korkblock sitzen, damit es bequemer und angenehmer für die Hüften ist.) Setzte dich jeden Tag auf den EXAKT SELBEN Platz.
  • Die Augen schließen und für einige Augenblicke das Fließen des Atems beobachten.
  • Den Kontakt mit der Unterlage mehr und mehr spüren und den Körper in seiner Aufrichtung wahrnehmen.
  • Die Wirbelsäule aufrecht halten, die Schultern nach unten sinken lassen.
  • Das Kinn ist parallel zum Boden.
  • Den Stirnraum in seiner ganzen Breite, Höhe und Tiefe entspannen.
  • Die mentale Aufmerksamkeit auf einen Punkt in der Mitte deiner Stirn, zwischen den Augenbrauen, konzentrieren.
  • Die Gedanken und Bilder ziehen lassen. So als würdest du dir ein Bilderbuch ansehen.
  • “Nicht so schöne Bilder” einfach vorbeiziehen lassen. Abstand nehmen.
  • In Achtsamkeit verweilen.
  • Um die Meditation zu verlassen, mehr und mehr wieder die Atmung beobachten und den Körper in seiner Gesamtheit spüren.
  • Smile when you are done. Öffne die Augen, schenk dir ein Lächeln und kehre damit ins Alltagsbewusstsein zurück.

Stufe 2. / Woche 3

Sitze jeden Tag für 15 Minuten in Stille.

Nütze die Anleitung von Woche 1&2 und konzentriere dich auf folgende Affirmation (positiver Glaubenssatz):

  • “Ich entscheide mich für Fülle in meinem Leben. Meine einzigartigen Talente durchströmen mich. Ich habe Kraft, Stärke und Wissen, alles in meinem leben zu bewältigen.”

Lass mich wissen, wie es dir dabei geht und ob du noch Fragen dazu hast! Bald gibt’s eine Fortsetzung mit weiteren Meditations- Tips.

 

Photo Credit: Carina Fürnkranz

Links & Referenzen:

https://www.dasgehirn.info/handeln/meditation/warum-meditation-5961