Ich kann mich noch gut an meine ersten Yogastunden erinnern. Ganz ungeduldig hab ich immer darauf gewartet bis wir ENDLICH in Bewegung kommen. Am liebsten war mir 90 Minuten durchgehend dynamische Asana-Praxis. Meditation und Atemübungen? Nur für Langweiler. ICH WILL MICH BEWEGEN.
10 Jahre später sehe ich etwas anders durch die OM-Brille. YOGA und ATEMÜBUNGEN SIND UNTRENNBAR MITEINANDER VERBUNDEN

Atemübungen sind meiner Meinung nach eines der WICHTIGSTEN Elemente einer Yogastunde. Und ich unterrichte auch keine einzelne Yogastunde mehr ohne eine Pranayama- Variation. Egal welche Menschen, welchen Yogastil oder wie wenig Zeit ich zur Verfügung habe. Dafür wird Zeit GEMACHT.

Pranayama wird als  “Kontrolle der Lebensenergie (=prana)” übersetzt. Was uns am Leben hält ist die Atmung. Ohne Atmung würden wir nicht existieren. Ohne Treibstoff funktioniert der Motor eines Autos nicht. Da kann man einen noch so schönen Ferrari besitzen. Der Atem begleitet uns das ganze Leben, durch all unsere Stimmungslagen. Er drückt auch unser momentanes Befinden aus und wir können mit ihm direkt Einfluss auf unser Wohlbefinden nehmen.

Beobachte z.B. deine natürliche Atmung wenn du im Stress bist: Dupranayama atmest schneller und kürzer ein, fühlst dich unruhig, verspannt. Beobachte auch deine  Atmung wenn du in der Natur spazieren gehst. Deine Atmung ist gleichmäßiger, du atmest tiefer und länger ein, genießt die Luft, bist aufmerksam.

Auf der körperlichen Sicht sorgt die Atmung für die Sauerstoffaufnahme und die Abgabe von verbrauchter Luft. Unsere Lungen haben eine wichtige Reinigungsfunktion.

 

5 Gründe, wieso Atemübungen so wichtig sind:

  1. IMMUN.  Die Atmung sorgt für die Sauerstoffaufnahme und die Abgabe von verbrauchter Luft. Pranayama erhöht die Kapazität der Lunge und führt dem Körper MEHR Sauerstoff zu. Außerdem reduziert regelmäßiges Pranayama Giftstoffe im Körper und stärkt das Immunsystem. Wir sind dadurch weniger anfällig für Krankheiten.
  2. STRESS LESS: Durch die bewusste Kontrolle des Atems kann man das Nervensystem beeinflussen und mehr Gelassenheit und innere Ruhe verspüren. Atemübungen entspannen und eignen sich hervorragend zur Stressbewältigung.
  3. DETOX.  Pranayama regt den Stoffwechsel an und massiert die Verdauungsorgane.
  4. FOKUS. Die Kontrolle des Atmens fördert die Konzentration und den Fokus auf das Wesentliche.
  5. PRATYAHARA. Das Zurückziehen der Sinne und Fokus auf das JETZT  bereitet den Körper& Geist auf die Meditation vor.